7. Die Pestalozzischule ab 1950 in der Deutschen Demokratischen Republik

Die Laus. Rundschau vom 30.05.1950 berichtet über eine Schulbegehung an der Pestalozzischule, an der neben Freunden der neuen Schule auch Vertreter der Massenorganisation teilnahmen. Schulleiter Berthold dankte  für die bisher geleistete, unentgeltliche Arbeit. Wie die Begehung der gesamten Schulräume mit Einschluß der Turnhalle bewies, bleibt für den weiteren Auf- und Ausbau der Schule noch viel zu tun übrig. Als eine vordringliche Aufgabe der Verbesserung wurden von der Schulleitung die Reparatur des Turnhallendaches, die Ausstattung von mindestens drei Unterrichtsräumen mit Möbeln und die Dielung des Physikzimmers bezeichnet.


Am 23.06. 1950 wird über den Pionierchor der Pestalozzischule berichtet, der vor der Volkspolizeibereitschaft Löbau auftrat und an diesem Kulturabend die Verbundenheit der Volkspolizei und den Jungen Pionieren zeigte. Als Erfolg des Abends konnte eine Spende der Volkspolizeibereitschaft in Höhe von rund 2.500 Mark den Jungen Pionieren überreicht werden.

 


1950 war das Fach Gegenwartskunde eingeführt worden. In diesem Jahr wurden auch Klassenbücher eingeführt (W.Zschietzmann, Ebersbach)

 



Ab 01.09.1951 wurde ein Lehrplanwerk mit einheitlichen Lehrplänen für alle Fächer und Klassen eingeführt.

Mit Schreiben vom 18.09.51 wendet sich Schulleiter Rudolf Knobloch mit Vorschlägen zur Verbesserung der Schulverhältnisse an den Stadtrat zu Löbau.

· Der Kreisbildstelle werden die Räumlichkeiten im Kreisratsamt zur Verfügung gestellt, die ihr vor Monaten zugesagt wurden

· Da die Einführung der warmen Schulspeisen die Neudielung des Speiseraums der ehemaligen Betriebsküche im Kellergeschoß erfordert, könnte dieser Raum bei  entsprechender Ausgestaltung während der Nachmittagszeit den jungen Pionieren als Gruppenraum dienen, bis die Frage eines würdigen Pionierheimes für Löbau gelöst ist.

· Der auf der Nordseite gelegene Kellerraum wird als Fachunterrichtsraum für Musik hergerichtet und stände den Jungen Pionieren am Nachmittag zusätzlich zur Verfügung.

· Der angrenzende, straßenseitg gelegene Raum ist für Film- und Lichtbildunterricht einzurichten.

Die Herrichtung obiger Räume könnte aus den Einsparungen erfolgen, die durch den dann möglichen Nur-Vormittags-Unterricht durch Wegfall der Heizung. sich ergeben würden. Es wird eine Einsparung von 40-50 t Braunkohlenbriketts im Gesamtwerte von l.300.- bis l.600.- M. für möglich gehalten.

 


Januar 1953 Die bislang verabreichte kalte Schulspeisung ( Wurstsemmel bzw. Gebäckstücke, wöchentlich 1,15 M ) und warme Schulspeisung  ( wöchentlich 2,- M ) wird ab Januar an den Löbauer Schulen so geregelt, daß nur noch warme Schulspeisung verabreicht wird, ( 0,30 M für das 1. Und 2. Kind, 0,25 M, für das 3.Kind, je 0,05 M weniger für jedes weitere Kind.)

 


9.12.1953 Der 0rtsblock beschließt Maßnahmen zur Verschönerung des Stadtbildes aufgrund eines Antrages des Kulturbundes vom 2.10.1953.

Betriebe und Schulen in der Stadt Löbau übernehmen die Pflege und Betreuung von Anlagen, Denkmalen, Spielplätzen. Die Pestalozzischule übernimmt die "Anlagen an der Äußeren Bautzner Straße ".

 


31.12.1953 Inventur der Schüler- und Lehrerbücherei: Pestalozzischule, Schülerbücherei umfaßt 370 Bände im Gesamtwert von ca. 1480,- M, die Lehrerbüchrei enthält 242  Bände mit einem Gesamtwert von ca. 947.- M.

 


Ab 01.09.1955 wurde in den 4. Klassen Heimatkunde unterrichtet. Unterrichtsgegenstand waren geographische, geschichtliche und naturkundliche Themen aus der engeren Heimat der Schüler.


Entsprechend einem Beschluß des Ministerrates der DDR vom 15.03.1956 über die Aufgabe und den Aufbau der Mittelschulen, nachdem die 10-klassige Mittelschule die zukünftige obligatorische Schule für alle Kinder sein sollte, wurde ab 01.09.1957 eine erste 9. Klasse eingerichtet (später “Polytechnische Oberschule”).


Die Sommerferienspiele 1956 fanden für die Löbauer Schulen ( Pestalozzi- und Preuskerschule ) gemeinsam im Stadion der Jugend statt. Die 1. Belegung dauerte vom 09.- 28.07.1956, die Teilnahme war freiwillig.. Die Eltern bezahlten für die gesamte Zeit einen einmaligen Teilnehmerbeitrag von 1,- M.  

Die Lagerzeit war von 8.30- 16.3o Uhr, sonnabends bis 13 Uhr. Der Ort der Durchführung war die Sporthalle gegenüber der Stadion- Gaststätte, das Stadion der Jugend und die umliegenden Grünanlagen. Lagerleiter war Herr Schöbel von der Pestalozzischule, ihm zur Seite Gruppenleiter, wobei eine Gruppe etwa l0- 15 Kinder umfaßte. Gruppenleiter waren Lehrer und Eltern. Die Gruppenarbeit war vielfältig, wandern, Kino, Buchlesungen, Möglichkeit zur Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften usw. - In dem Teilnehmerbeitrag von 1,- M war ein tägliches Mittagessen eingeschlossen. Die Mittagsruhe fand bei schönem Wetter im Freien statt, bei schlechtem Wetter in der Sporthalle. Das Mittagessen wurde in der Küche der Schulspeisung gekocht (Frau Knirsch und Frau Roscher),Die Verbindung zur Küche hielt Frau Rohne vom Hort.

Durch die Ferienspiele, später örtliche Ferienlager usw., war den in der Mehrzahl berufstätigen Eltern die Sorge und Aufsichtspflicht für ihre Kinder abgenommen, wurden die Kinder betreut und erlebten frohe, inhaltsreiche Ferientage.

 


25. Oktober 1957. Aus dem Bericht an die Stadtverwaltung zur Durchführung des Schuljahres 1957/58. In der Pestalozzischule stehen für 32 Klassen 21 Zimmer und sechs Fachräume zur Verfügung. Die Klassenstärke liegt zwischen 27 und 36 Schülern.

Es unterrichten 30 Lehrer voll, sechs stundenweise u. zwei Vertragskräfte. Der Turnunterricht ist zur Zeit in der Unterstufe gekürzt, desgleichen in der Mittelstufe sowie bei den Mädchen des 9.Schuljahres. Der Zugang betrug 7 Klassen, der Abgang 4.



20.6.1957 - Schulbegehung.

Es nahmen teil:

Bürgermeister Hahnewald

Herr Sieber, Abt. Volksbildung, Rat der Stadt

Herr Lange, Hygiene-Insp. ( gleichz. EB- Mitgl.) ,

Frau Metze, CDU

Herr Direktor Knobloch,

Herr stellv. Direktor Berthold,

Herr Sprenger,

Herr Wunderlich

Herr Rose, Hausmeister,

Frau Henjes, Schulsekretärin


Räume für die Schulspeisung. Da dem Schulhort per 1. 9. 1957 das Haus der DSF (Gesellschaft, für Deutsch- sowjetische Freundschaft)  zugesprochen wurde, wurde in Erwägung gezogen, dort auch die Küchenräume einzurichten, um die Kosten der doppelten Miete einzusparen. Die Küche in der Lessingstr. ist in einem Privatgrundstück untergebracht.....

Werkräume = zusätzliche Klassenzimmer. Herr Direktor Knobloch wies darauf hin, daß dringend Klassenräume und Werkräume benötigt werden, für:

  1. sechs Elementarklassen (ab 1. 9. 57)

  2. die Mittelschule ab 1. 9. 1957



9. 7. 1957,, Direktor Knobloch an Rat der Stadt. Einrichtung von 2 – 3 Klassenzimmer in der Pestalozzischule.

. . . . unterbreiten. . . den Vorschlag, in den Korridoren an der Nordseite jeweils durch Einziehen von Leichtbauwänden auf einer Länge von ca. 8m , 2 – 3 Klassenzimmer einzurichten. Die  bautechnischen Möglichkeiten wurden mit Herrn Baumeister Runkel besprochen und es kann bei einem Kostenaufwand von ca. 8000.- M zuzügl. 3000.-M für Mobiliar eine Lösung gefunden werden, die unsere größten Sorgen für das nächste Jahr beheben würde.



02.10.1957, Direktor Knobloch an Rat der Stadt.

Betr.: Bereitstellung von Mitteln aus der Haushaltsreserve zum Einbau von Toiletten in das Hauptgebäude der Pestalozzischule.

Schulbegehungen und Beanstandungen der Kreishygienekommission haben immer wieder festgestellt, daß die Toiletten "überaltert", unmöglich", "unhygienisch", ”ohne Waschanlagen" usw. sind.

Sie bilden zeitweise a1s Niststätten für Ratten eine ernste Seuchengefahr für, die Schüler und die Bewohner der Kreisstadt.

....der derzeitige Bauzustand so sei, daß es sich nicht mehr lohne, auch nur geringe Summen für die 1895 gefundene Lösung auszuwerfen. Bei Besichtigungen durch Fachleute kam eindeutig, zum Ausdruck, daß nur ein Neubau der Toiletten mit Wasserspülung auf jedem Korridor Abhilfe schaffen kann. Die Schulbegegnungen im Jahre 1953 befaßten sich eingehend mit dem Problem. In nachfolgenden Verhandlungen mit dem Rat des Bezirks wurde festgelegt, daß unser Vorhaben voraussichtlich an 28. Stelle im Bezirk gelöst werden soll. Vorgesehen war (zu der Zeit) ein mehrgeschossiger Anbau an der Bautzner Straße. Nach den 1953 getroffenen überschlägigen Berechnungen sollte der Bau ca. 200.000.- M kosten und jetzt rund 250.000.- bis 300.000.- M.

Durch Maßnahmen, die Einrichtungen unserer Schule erfordern, kam das Toilettenproblem wieder zur Sprache.

....Die Toiletten sollen jetzt nicht mehr angebaut, sondern eingebaut werden. Bauausschuß der Stadt hieß die neuen Pläne (Bauzeichnungen usw.) gut. Die Projektierung ergab einen Gesamtbetrag von ca. 88.000- M.

...bei Vermeidung vermindert sich um ca. 14.000- M. Baukosten dann ca. 74.000.- M. hiervon können durch Kollegium, technisches Personal, Elternbeiräte und Schüler unserer Schule ca. 20.200- M im Rahmen des NAW selbst erarbeitet werden. Durch Einsparungen und Zurückstellen einer Reihe von Aufgaben wird es möglich sein, ca. 10.000.- M aus dem Bau für 1958 gutgeschrieben bzw. zu Materialeinkäufen noch in diesem Jahr verwendet werden können.

 Ein großer Teil der Maurerarbeiten im Innern des Gebäudes kann in der Zeit vom 2. - 10.Januar 1958 (Winterferien) bereits ausgeführt werden. Ohne Störung des Unterrichts ist es selbst bei strengem Frost möglich, die restlichen Bau - und Instalationsarbeiten während der Monate Januar und Februar 1958 zu erledigen. Herr Baumeister Runkel sagte die Arbeitskräfte für diesen Zeitpunkt zu.


03. März 1958, Direktor Knobloch an die Lottokommission beim Rat des Kreis Löbau.

Betr.: Bau einer Pausenhalle – zugleich Raum für Feierstunden – für die Pestalozzischule.

Durch die Generalreparatur der Toiletten der Pestalozzischule wird es erforderlich, für die Schüler, die von Beginn des Unterrichtes an der Schule eintreffen, wieder einen Raum zu schaffen, in dem sie sich geschützt gegen Kälte, Regen und Wind bis zum Beginn der Schule aufhalten können. Bisher war das in den Durchgängen möglich, die zu den alten Toiletten führten.

.... stellen sich die Lösungen in Form einer Vorhalle vor, die ca. 9 m breit und 16 m lang sich von den neuen Hofausgängen aus der Richtung auf das alte Toilettengebäude hin erstreckt.

Mit diesem Bau dieser Vorhalle ...., daß man in ihr Feierstunden und Morgenappele durchführen  könnte.

Da eine Finanzierung aus Mittel des Haushaltes nicht möglich ist, wenden wir uns an die Lottokommission des Rates des Kreises Löbau mit der Bitte, uns hierfür 8.000.-M für den Verbau während des 2. Quartales 1958 zur Verfügung zu stellen.

.... Verwendungen für die Materialeinkäufe, die für den Bau unbedingt erforderlich sind. Alle restlichen Baustoffe, Ziegel, Natursteine, auch das Holz für das Dach und für die Verschalung der Decke sind vorhanden und werden aus dem Abbruch der alten Toiletten gewonnen .....

Gleichzeitig werden alle Arbeiten, die keine Fachkräfte erfordern, ....., durch Eltern, Lehrer und Schüler an Sonnabendnachmittagen und Sonntagvormittagen durchgeführt werden können. Verpflichtungen aus den Elternabenden hierfür liegen im Februar mit ca. 2.000 Stunden vor.

.... Zugleich wäre die Freigabe der Lottomittel für diesen Zweck eine Anerkennung für bisher im Rahmen des NAW ( Nationales Aufbauwerk ) geleistet und noch zu leistende Aufgaben, derer Gesamthöhe bei der Generalreperatur der Toiletten auf 25.000.-M geschätzt wird. Bis Anfang März können 1536 Stunden nachgewiesen werden.

Davon leisteten:                      

 Lehrer 393 Stunden
 Elternbeiräte 115 Stunden
 Eltern 71 Stunden
 Schüler 878 stunden
 Sonstige

79 Stunden

 

 

Der Gesamtwert der Einsparungen durch diese freiwilligen Arbeitsstunden wurde mit 4.000.-M errechnet.



06.02.1959: In der Pestalozzischule werden zur Zeit 34 Klassen, in der Preuskerschule 28 Klassen unterrichtet. Aufgrund der Geburtenziffern ergibt sich folgende Entwicklung von Klassen bei einer durchschnittlichen Klassenstärke von 30- 35 Schülern:

Pestalozzischule                           Preuskerschule

     37                1959/60                  28

     42                1960/61                  30

     44                1961/62                  32

     47                1962/63                  34

     49                1963/64                  37

     52                1964/65                  39

     53                1965/66                  40

Gegenwärtig sind in der Pestalozzischule 25 Klassenräume einschließlich der Fachzimmer vorhanden, dazu 2 Werkräume, l Nadelarbeitszimmer und l Turnhalle.

In der Preuskerschule sind 19 Klassenräume (einschl. Fachzimmer) vorhanden sowie ein Werkraum und eine Turnhalle.



07.09.1959: Zur Einführung der polytechnischen Grundlehrgänge wurde, da in keinem Löbauer Produktionsbetrieb die Möglichkeit besteht, eine Lehrwerkstatt zu nutzen, in der Pestalozzischule und in der Preuskerschule je eine Schulwerkstatt geschaffen werden, damit die Schüler der Klassen 7 und 8 einen Lehrgang für Metallbearbeitung durchlaufen können. In der Pestalozzischule dient dieser Raum außerdem für einen Grundlehrgang Elektrotechnik Klassen 9 und l0.

(Pesta: betr. Raum im Keller ist derzeit Schülerclub) Für sämtliche Lehrgänge sind Paten bzw. Betreuer aus Betrieben geworben worden.

Durch den Aufbau der zehnklassigen allgemeinbildenden Polytechnischen Oberschule und das Wachsen der Einschulungen sind die vorhandenen Schulräume nur bis 1960/61 ausreichend. Auch die Pestalozzischule ging zum Nachmittagsunterricht über.

Bis l. September 1962 muß eine neue Schule bezugsfertig sein !

Lausitzer Rundschau vom 28.05.1959: Kulturprogramm der Schüler der Pestalozzischule Löbau - Reinertrag zum Ausbau der Pausenhalle. 


Die Kulturgruppen der Thälmann-Pioniere werden am Sonnabend, dem 30.05.1959,19.30 Uhr im Festsaal der Geschwister-Scholl-Oberschule Ausschnitte aus ihrer außerschulischen Arbeit zeigen. Die Leistungsriege der Mädchen unter der Leitung von Frau Hauswald, die erst kürzlich für unsere Schule große Erfolge bei den Kreismeisterschaften erringen konnte, übt fleißig, um ihr Bestes zu geben. Daneben wollen auch die Jungen mit guten sportlichen Darbietungen aufwarten.

Die Tanzgruppe, der Chor und die Laienspielgruppe werden ebenfalls zum Gelingen des Abends beitragen. Sie wollen die Gäste mit Liedern, Volkstänzen, lustigen Szenen und durch eine "Fernsehsendung" erfreuen.

Der Reinertrag dieser Veranstaltung wird zur Innenausstattung unserer Pausenhalle verwendet werden, die zum l0. Jahrestag unserer DDR in einer Feierstunde eingeweiht werden soll.



Lausitzer Rundschau vom 23.10.1959:

"Pausenhalle im NAW geschaffen" Nach den Worten des Bürgermeisters Herrn Walther, der in einer Feierstunden das Wort ergriff...trägt sie auch zu einem ruhigen Ablauf des Unterrichtstages bei, ein Bauwerk, dessen Wert für die Schule (Feierstunden, Elternversammlungen Appelle, Sportunterricht der Unterstufe) und darüber hinaus für die Öffentlichkeit noch gar nicht richtig einzuschätzen ist...

Bis zum l0. Jahrestag der Republik waren ca. 85 % aller in Frage kommenden Schüler zur Jugendweihe angemeldet und 76% der Schüler der 8. Klassen für den Besuch der l0-klassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule bzw. der 12-klassigen erweiterten Oberschule gewonnen worden.


12.11.1959 erließ der Ministerrat der DDR eine neue Schulordnung. Danach mußte die gesamte Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule durch den Jahresarbeitsplan der Schule, die Pläne der Klassenleiter, die Stoffverteilungspläne der Lehrer und die Arbeit der Erzieher in den Schulhorten geplant werden....  .


03.09.1959:  Zur Schulsituation an der Pestalozzischule.

1.)  Schulumfrage: Im Schuljahr 1959/60 vorhanden- 25 Klassenzimmer, 1 Schulwerkstatt, 1Nadelarbeitsraum, 2 Werkräume, 2 Turnhallen. Die Anzahl der Klassenzimmer beträgt 36, davon 21 Unterstufe und 15 Oberstufe. Auslastung der Zimmer durchschnittlich täglich 8-9 Stunden.

Wegen Zimmerknappheit muß Nachmittagsunterricht erteilt werden, an jedem Nachmittag 7 Klassen...

2.)  Lehrkräfte: Die Stundentafel wird l00 % erfüllt. ..... Versetzt wurden am Ende des Schuljahres 1958/59: Kolleginnen Ertle, Meyer und Kind. In den Ruhestand trat Kollege Otto Delenk. Zugewiesen erhielt die Schule 9 Kollegen, von denen nur 2 bisher unterrichtet haben (Koll. Kreusch und Kolln. Gruska). - Es bereitet außerordentliche Schwierigkeiten, den zugewiesenen Kollegen in Löbau Wohnung bzw. möblierte Zimmer zu beschaffen. Bis heute muß drei Kollegen (Kreusch, Klann, Richter) noch zugemutet werden, täglich größere Entfernungen aus ihrem Heimatort (Neugersdorf, Rennersdorf, Cunewalde) zurückzulegen.... - Wohnungsfrage Koll. Hedtke, der seit 3 Jahren täglich von Oppach nach Löbau  fahren muß.

3.) Polytechnischer Unterricht: Die Schulwerkstatt ist mit 48 Stunden in der Woche ausgelastet. Die Betreuer kommen aus den Betrieben: Baumwollspinnerei, Schuhfabrik, Grobgarnwerke und Energieversorgung. Das Fach ESP (Einführung in die sozialistische Produktion) wird in Verbindung mit Betriebsfunktionären und Vertretern der Öffentlichkeit durch Kollegen Köpernick und Pau1 erteilt.

4.)  Schulhort: Durch die Zuweisung der Räume im Grundstück Lessingstrasse 11 ist es möglich, den Hort um ca. 5o Plätze zu erweitern. Gesamtstärke gegenwärtig 155 Schüler in 6 Gruppen. Die Hortkinder werden in 2 Hortklassen  zusammengefaßt, um eine bessere Betreuung ermöglichen. Der Stellenplan des Schulhortes ist mit 4 Ganztagskräften, einer Halbtagskraft und einer 5/6 Kraft erfüllt. ..... in nächster Zeit Gruppenteilungen, um Neuaufnahmen berücksichtigen zu können. Dies ist aber abhängig von der Räumung der Wohnung Rohne (im Haus). Lehrkräfte werden zur Betreuung der Hortkinder nicht eingesetzt.


In der 2. Hälfte der fünfziger Jahre ging es auch um eine ständige, vertraglich abgesicherte Zusammenarbeit zwischen Schulklassen und Arbeitskollektiven, um die Verbindungen zwischen Schülern und Werktätigen, wobei eine Wechselbeziehung erfolgen sollte.

Die Pestalozzischule hatte  seit Mitte der fünfziger Jahre enge und freundschaftliche Bindungen zum späteren Patenbetrieb, dem VEG VEGRO auf der Fichtestraße und Betriebsteil Breitscheidstr. (Heute Netto Markt).

Alle Klassen der Pestalozzischule wurden orientiert, in diesem Betrieb Patenschaftsbeziehungen aufzunehmen.

Da im VEB VEGRO in2 bzw. 3 Schichten gearbeitet wurde, war die ständige Verbindung etwas schwierig. Ein Teil der Werktätigen wurde mit Betriebsbussen aus dem Kreis Löbau und den angrenzenden Kreisen täglich geholt und nach der Arbeit wieder heimgefahren.

Die wenigen Kollegen aus Löbau waren aber sehr rührig und haben manchen Pioniernachmittag mit ausgestaltet, waren bei Zeugnisausgaben usw. dabei, haben das Anliegen verwirklicht.

Ungezählt waren die Aktivitäten von Lehrern und Schülern. So gab es in den fünfziger Jahren einen "Klub Junger Künstler", dessen meisten Mitglieder von unserer Schule kamen und der unter der Leitung unseres Kollegen Fritz Köpernick stand. Er umfaßte einen Chor, eine Laienspiel- und Rezitatorengruppe, eine Instrumental- und Tanz-gruppe. Sein Chor wurde Republiksieger und hatte die große Ehre, bei der Fest-veranstaltung zum 10. Geburtstag der FDJ im Metropoltheater in Berlin mitzuwirken. Aus diesem Klub ging u.a. Christian Grashof hervor, ein bekannter Schauspieler in der ehemaligen DDR. Auch unsere geschätzte Kollegin Monika Hauptmann geb. Richtsteig verdiente sich in diesem Ensemble ihre ersten Sporen.

An dieser Stell sei der Name eines anderen Schülers unserer Schule erwähnt, Konrad Kujau. Ein künst-lerisches Genie, der in der Zeit der Scharlatane von sich reden machte, als Hoch-stapler und Fälscher, u.a. die gefälschten Hitlertagebücher für Millionen an die Zeitschrift "Stern" verkaufte.

In den fünfziger Jahren waren die Grundschulklassen unserer Schule die "Übungsschule" für die Studenten des IFL Löbau. Frau Jutta Schmidt, als stellv. Direktorin für die Unterstufe, war stets bemüht, die Aufgaben der Lehrerau-sbildung im schulpraktischen Bereich nach besten Kräften zu fördern und zu unter-stützen. Alle Lehrer der Unterstufe unterstützten sie dabei. In der Folgezeit war Frau Jutta Schmidt dann Direktorin der Übungsschule im Gebäude des heutigen Gymnasiums.

 Zu einem späteren Zeitpunkt kamen die Studenten auch wieder an die Pestalozzischule zum Hospitieren. 1988 beendete das IFL Löbau seine Tätigkeit.



 

13. 1. 1972  Mit der Verlagerung der Schulspeisung aus dem Stadthaussaal in die Pausenhalle der Pestalozzischule ging ein jahrelanger Wunsch vieler Bürger Ende vergangenen Jahres in Erfüllung

Nach manchem Hin und Her dient der Stadthaussaal  nun wieder seinem ursprünglichen Zweck und die Schüler der Pestalozzischule können jetzt in ihrem eigenem Speiseraum das Mittagessen einnehmen.


8. 12. 1972 Unsere Schule und ihr Bauaktiv

Eltern, Lehrer und Schüler bilden gemeinsame Baubrigade. Beispielhafte Leistungen in der volkswirtschaftlichen Masseninitiative gibt es in der Pestalozzischule. Nach der Gründung eines Schulbauaktivs, dem Lehrer, Eltern und Schüler angehörten unter der Leitung von Klaus -Dieter Fuchs, konnte bisher sieben Räume der Schule renoviert, die Rohre der völlig neuen Heizungsanlagen gestrichen sowie die Heizkörper gespritzt werden. In fleißiger Arbeit haben die Mitglieder dieser Baubrigade auch einen neuen Heizungskanal zwischen Schulgebäude und Turnhalle geschachtet, gemauert und abgedeckt ......



1976 Erste Auslandsfahrt einer geschlossenen Schülergruppe der Pestalozzischule, eine Auszeichnung, 1976 mit Jugendreisebüro-Jugendtourist der DDR

Es fiel schwer, 28 Schüler aus den oberen Klassen auszuwählen, die an dieser Auszeichnungsfahrt teilnehmen sollten. Letzten Endes waren die Teilnehmer beisammen:

 

Wilhelm, Rolf,   

                                              

Hahn, Heike,

Nietsch, Birgit,   

                                             

Rösler, Ute,

Hebold, Lutz,   

                                              

Bukall, Ilona,

Wehder, Gunter,

                                            

Fiedler, Norbert,

Biesold, Ramona,

                                           

Helm, Ramona,

Schmidt, Bärbel,   

                                           

Lorenz, Petra,

Hartmann, Ramona,      

                                   

Hoffmann, Marion,

Fiba, Kerstin,        

                                           

Schmidt,Angelika,

Jakob, Berndt,    

                                             

Kliemann,Frank,

Liebe, Frank,      

                                             

Pfeilschifter,Andreas,

Blumenthal, Ilona,

                                           

Harig,Andrea,

Keßler, Ingrid,                

                                  

Jung,Uwe,

Hebold, Gerd,    

                                              

Schmidt,Ramona,

Benedix, Ingrid,   

                                             

Suchold,Peter.

 

 

Betreuer: Frau Edelgard Weidauer und Herr Harry Wehle.

Gesamtdauer der Reise: 6 Tage.

Unterkunft: Internationales Jugendzentrum in Karpacz/Polen.

Besichtigungen:  Stadtbummel durch Karpacz

                        Busexkursion mit Spezialführer nach Szklarska Poreba und Cieplice

                        Besichtigung der Kirche “Wang”

                        Ausflug zur Schneekoppe mit Bergführer

                        Informationsveranstaltung über die VR Polen

                        Internationales Jugendtreffen mit sowjetischen und polnischen Jugendlichen

Die Verpflegung erfolgte nach landesüblicher Art. Zum Frühstück gab es u.a. gebratene Würste usw., die unsere Mädchen verschmähten. Zum Glück sind alle männlichen Teilnehmer sehr hilfsbereit und die übrigen Portionen  wurden mühelos (oder war es doch mit Mühe verbunden) verspeist.

Unser Dolmetscher, ein junger Student der Germanistik, war der Schwarm unserer Mädchen. Sicherlich war er zu unseren Damen auch sehr charmant.

Alle Probleme löste unser Dolmetscher. Auf dem Kammweg zur Schneegrubenbaude gab es einige Probleme mit den Grenzern, die uns dann doch den “Freundschaftsweg  der polnisch-tschechischen Freundschaft” gehen ließen.

Das internationale Jugendtreffen war recht fröhlich.

Zufrieden und voller neuer Eindrücke kehrten wir aus dem Riesengebirge zurück.



01.09.1978 Einführung des sozialistischen Wehrunterrichtes an den allgemeinbildenden Polytechnischen Oberschulen.

Seit dem 1. September 1978 wird auf der Grundlage des Beschlusses des Präsidiums des Ministerrates der DDR vom 21. 10. 1976 der Wehrunterricht für die Schüler der 9.und 10. Klassen der allgemeinbildenden polyt. Oberschulen durchgeführt.

Der Inhalt des theoretischen Unterrichts ist so konzipiert, daß die Schüler einen Einblick in den Umfang und die Anforderungen der soz. Landesverteidigung erhalten.


1976 erfolgte der Abriß der alten Garderobenräume der Turnhalle und Neubau  eines Sanitärtraktes mit Toiletten, Wasch- und Duschmöglichkeiten, sowie Umkleideräume für Mädchen und Jungen, nachfolgend noch der Anbau eines Geräteraumes für die Turnhalle und zweier Sportlehrerzimmer.


05.05.1988: Das Bauaktiv hält seine Neunzigjährige in Schwung.

Löbauer Pestalozzi- Oberschule feiert im Mai ihr 90. Jubiläum

Direktor Brosch und dem ehemaligen Pionierleiter Herrn Klaus- Dieter Fuchs ist es zu verdanken, daß die “alte Dame” nicht in Ruhe gelassen wird. Mit dem Streichen der neuen Heizungsrohre im Jahre 1972 begann es. Ohne sich damals recht im klaren zu sein, war dies die offizielle Gründung des heutigen Schulbauaktives, das republikweit zwar Seltenheitswert besitzt, aber für ein immer ordentliches Aussehen der Schule sorgt.

Für Trubel sorgt dann schon die Schulfestwoche vom 14.-25.05.1988, deren würdiger Auftakt die Jugendweihe sein wird. Professor Dr. Günter Böhme wird am 14.05.1988 die Festansprache halten, in jener Schule, in der er Anfang der 60er Jahre Russisch unterrichtet hat. Er war Prorektor der Pädagogischen Hochschule in Dresden und hat bei Besuchen in seiner ehemaligen Wirkungsstätte Mühe, diese wiederzuerkennen, woran das Bauaktiv nicht unschuldig ist.


02.06.1988:Der Singeclub der Pestalozzischule, der den Titel “Hervorragendes Volkskunstkollektiv” trägt, eröffnete eine dem 90. Jahrestag der Gründung dieser Schule gewidmet Veranstaltung.

Der Chor wird von der Musikpädagogin Brigitte Lebelt geleitet.      

So, wie interessierte und sangesfreudige Schüler sich der Singegruppe anschließen konnten, gab es im Rahmen sogenannter Arbeitsgemeinschaften eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich den Interessen entsprechend außerschulisch zu betätigen.

Die AG-Leiter waren Lehrer oder Mitglieder von Sportge-meinschaften, Elternteile, Mitarbeiter aus dem Patenbetrieb und interessierte Bürger, die wöchentlich, mitunter auch vierzehntägig, mit den AG-Teilnehmern zusammenkamen.       

Unter Berücksichtigung beruflicher Veränderungen und anderweitiger Tätigkeiten gab es von Schuljahr zu Schuljahr Veränderungen im AG-Angebot, wobei allein an der Pestalozzischule etwa 18 AG angeboten wurden.

 

An erster Stelle standen die Sport-AG:

Fußball,                                   Turnen,                                    Tischtennis,

Volleyball,                               Gymnastik,                               Judo,

 Handball,                                Leichtathletik

 

Auf künstlerischem Gebiet waren es besonders:

Zeichnen,                                 Singegruppe,                           Laienspiel,

Literatur,                                  Chor,                                       Foto,

 

Für die Praktiker gab es ein gutes Angebot:

Flugmodellbau,                         Geschickte Hände,                   Schiffsmodellbau,

Nadelarbeit,                             allgemeiner Modellbau,             Gartenbau

 

Neben diesen Gruppen gab es ferner:

Junge Sanitäter,                         Philatelisten,                             Historiker,

Touristen

 

Über einen Zeitraum gab es eine Computer-AG, die sich vor Interessenten nicht retten konnte.

Alljährlich legten die Arbeitsgemeinschaften Rechenschaft ab, was sie getan hatten, soweit dies darstellbar war.

In der MMM (Messer der Meister von Morgen) konnte man in Form einer Ausstellung manches Erdachte und Entwickelte aus den AG sehen, wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt.

In den Sport-AG waren es Urkunden, die bewiesen, daß auch die Sportler nach Höchstleistungen strebten.


Neben den schulischen Angeboten betr. Arbeitsgemeinschaften gab es auch Angebote für unsere Schüler

- in der Station Junger Techniker und Naturforscher am Lauchaer Weg,

- im Haus der Pioniere an der Kirschallee,

- und überregionale Angebote, wie Fanfarenorchester des Kreises Löbau usw.

Alle diese Angebote wurden von vielen Schülern in Anspruch genommen.


Wie sah nun der Ablauf eines Schuljahres aus ?

Ausgeruht, frisch und munter mit neuem Tatendrang und Lerneifer begann in den ersten Tagen des September für die Schüler und Lehrer das neue Schuljahr.

Der Schuleintritt der ABC- Schützen erfolgte am 1. Samstag nach Schulbeginn, fand in den letzten Jahren im Speisesaal der Schule statt und die Kinder aus den Klassen 3 und 4 bereiteten dazu ein kleines Programm vor. Begrüßende Worte des Direktors, dann die erste Schulstunde und die Übergabe der ersehnten Zuckertüten, die leider zusehends größer und schwerer wurden. Dann der große Fototermin an den jeweiligen Ausgängen und den persönlichen Schuleintrittsfeiern im Familienkreise stand nichts im Wege.

In den ersten Schulwochen fanden die Wahlen der FDJ- Leitungen in den Klassen. Auf Delegiertenbasis wurden dann in einem großen Rahmen die Leitungen der Pionierorganisation; der Freundschaftsrat bzw., zu einem anderen Zeitpunkt die GOL der FDJ gewählt.

Die Aufnahme der Jungpioniere erfolgte in feierlichen Appellen zum Jahrestag der Gründung der DDR, 07.10. Dort bekamen die ABC-Schützen das blaue Halstuch überreicht und ihren Pionierausweis.

Ähnlich den Jungpionieren hatten auch die Thälmannpioniere (Alter l0-14) ihre Gesetze, die ihnen Richtschnur für ihr Verhalten sein sollten.

In den Klassen fanden im Herbst jeweils die ersten Elternabende im Schuljahr statt, wurden die Elternaktive gewählt bzw. die Elternbeiratsmitglieder in einer Gesamtveranstaltung vorgestellt und gewählt. Für ausgezeichnete Arbeit des Elternbeirates konnte dieser 1974 mit der Dr.- Theodor- Neubauer- Medaille ausgezeichnet werden, EBR- Vorst. Hubert Braun, Stellvertr. Gisela Nietsch. 

Im Herbst wurde auch die Jugendweihe, das Jugendstundenjahr, begonnen und feierlich eröffnet. Aus diesem Anlaß erfolgte auch die Aufnahme in die FDJ, wurden die Mitgliedsbücher überreicht.

Eine l00%ige Teilnahme an der Jugendweihe hat es an der Pestalozzischule nie gegeben, aber so um die 90%ige Teilnahme waren es in jedem Jahr, seitdem diese Form des Eintritts in das Erwachsenenalter bestand. In 10 Jugendstunden wurden die Teilnehmer in meist interessanten Veranstaltungen (Teilnahme an einer Gerichtsverhandlung, Besuch der Sternwarte, Betriebsbesichtigungen, Besuch der NVA usw.) "auf das Leben vorbereitet.” - Höhepunkt war die Feier im Frühjahr des Jahres.             

Den Abschluß bildete dann die Jugendweihefahrt, die über viele Jahre jeweils nach Thüringen führte, Quartier in der Touristenstation in Bad Berka, Besuche in Erfurt, Buchenwald, Weimar mit den Sehenswürdigkeiten.

Die 9. und l0. Klassen besuchten die Tanzstunde bei Frau Eifler-Keller bzw. die Tanzschule Lucke. Der Abschluß der Tanzstunde war ein Höhepunkt für die Teilnehmer. In den Klassen gab es Weihnachtsfeiern und der traditionelle Weihnachtsmann mit Rute und Gabensack sorgte für viel Aufregung und Freude.

Im 2.Schulhalbjahr wurden die Hans-Baimler-Wettkämpfe (militärisch-touristisch.) durchgeführt, erfolgte die Vorbereitung  im Sport auf das Sportfest, meist im Mai/Juni im Stadion, bzw. auf die Kinder- u. Jugendspartakiaden, bei denen die Pestalozzischule immer sehr erfolgreich war.

Am 1. Mai marschierte die Schule geschlossen im Festzug mit.

l. Juni – Internationaler Kindertag den wir in den letzten Jahren in touristischer Weise im Gebiet von Kleindehsa für die Klassen 4-7 begingen, während die 1. - 3.  Klassen sich individuell den Tag gestalten konnten. Frühjahr und Frühsommer war auch die Zeit der Klassenfahrten und der Prüfungen für die l0. Klassen. In der Zeit nach der Prüfung bis zur Ausgabe der Abschlußzeugnisse betätigten sich die Absolventen in einem Praktikum in Landwirtschaft (Betrieb des Herrn Fröhlich) bzw. auch in der Industrie, im Gesundheitswesen und anderen Bereichen. Der Erlös der Arbeit verblieb beim 5chizler bzw. wurde seitens der Klassen für Abschiedsgeschenke für die Schule und für die unterrichtenden Lehrer ihrer Klasse gesammelt. Die Abschlußfahrten der Klassen l0 führten in schöne Gebiete unserer Heimat, auch in benachbarte Länder, nach Prag bzw. in das Riesengebirge.

Zum Schuljahresabschluß, nach Ausgabe der Zeugnisse, gab es einen Abschlußappell, bei dem Auszeichnungen an Schüler überreicht wurden. Aus der Hand des Direktor erhielten die Schüler das Abzeichen "Für gute Arbeit in der Schule", das besonders für gutes Lernen, Disziplin und Aktivitäten vergeben wurde.

Meist an Absolventen wurde die "Herder-Medaille" für herausragende Russischkenntnisse in drei Stufen verliehen.

Nun, da das Schuljahr vorbei war, standen die Sommerferien bevor, mit allem, was geboten wurde.

In der Schule bzw.im Hortgebäude fanden Ferienspiele statt. Nichtschwimmer hatten die Möglichkeit im Schwimmlager zu Freischwimmern zu werden.

Größere Schüler fuhren über Jahre hinweg nach Pruchten bei Barth-Zingst, wo die Schule viele Jahre ein kleines Zeltlager betrieb. Besonders Koll. Pfeifer hat sich um dieses Lager verdient gemacht.


Das Schuljahr 1989/90 ...

Im Sommer 1989 setzte eine Massenflucht von DDR- Bürgern über Ungarn, später über Prag und Warschau in die BRD ein.

Trotzdem begann das Schuljahr normal, denn alle Lehrer  nahmen ihren Schuldienst wieder auf..


 

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