8. Die Entwicklung der Schule nach der Wende 1989/90

Bauliche Vorhaben

Eine, der ersten kleinen baulichen Veränderungen war das Anbringen eines Schildes am Haupteingang mit der Aufschrift "Heinrich-­Pestalozzi-Schule Löbau" . Warum dies nicht schon vorher möglich war, bleibt ein Geheimnis, denn seit 1920 trägt die Schule diesen Namen .


Erstes wirkliches großes Bauvorhaben war die Neugestaltung der Heizungsanlage. Anstelle des alten Kohlebunkers entstand ein kleines modernes Heizkraftwerk auf Ölbasis. Anstatt schwerer körperlicher Arbeit eines Heizers genügten nun Knopfdrücke durch den Hausmeister .


Mit dem Schuljahr 1992/93 gab es in unserem Haus zwei voneinander getrennte Schulen - die Grundschule und die Mittelschule. Nötig waren nun zwei Schulleiterzimmer, zwei Sekretariate und ebenso  zwei Lehrerzimmer .

Mit dem genannten Schuljahr gab es auch verschiedene: Lernprofile für die Schüler ab Kl. 7. In unserer Schule wurden  das technische Profil, das sprachliche und das hauswirtschaftliche Profil eingerichtet. Der Einbau spezieller Kabinette machte entsprechende bauliche Veränderungen notwendig.


Im Oktober 1993 konnte das Hauswirtschaftskabinett fertigge­stellt und übergeben werden. Die gesamte Ausstattung im Werte von 50.000,00 DM wurde von der Partnergemeinde Ettlingen zur Verfügung gestellt. Es entstanden ein Küchenraum, ein Schulungsraum, ein Vorratsraum, ein Waschraum und ein separates Nähkabinett mit 16 Nähmaschinen­plätzen. Selbst der 0berbürgermeister, Herr 0ffele, aus Ettlingen ließ es sich nicht nehmen Worte zur Eröffnung zu sprechen.

Wenig später konnte auch der kombinierte Werken/Technik-Raum über­geben werden, so dass ab sofort die Profilausbildung in gut ausge­rüsteten Räumlichkeiten durchgeführt werden konnte.


In den  Jahren 1993/94 wurden die Sanitäranlagen komplett rekon­struiert und das bei laufendem Unterrichtsbetrieb. Aber Bauleute Schüler, Lehrer und Reinigungskräfte kooperierten sehr gut und so konnten wir uns bald über neue, schöne und saubere Sanitäranlagen freuen .


Auf Initiative unseres Schulsozialarbeiters, der seit dem 01.04.1993 an unserer Schule tätig ist, konnte sich auch der Schulclub im neuen Flair mit einer kleinen Küche präsentieren.


Mittlerweile konnten auch fast alle Zimmer renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet werden .


1997/98 wurde der Biologiebereich komplett saniert, nachdem im Jahre 1996 schon das Physikkabinett rekonstruiert wurde.


1999 folgte der Bereich Chemie und dann sind die naturwissenschaftlichen Bereiche alle in heller und neuer Ausstattung.


Aber auch die Lehrer setzten ein Zeichen! Sie wollten nicht nur Nehmende sein, sondern auch Gebende. Nach langen Diskussionen ent­schlossen sie sich das Lehrerzimmer selbst zu renovieren. Ein neuer Fußbodenbelag und eine kleine Kochnische ließen ein schmuckes, angenehmes Arbeitszimmer entstehen.

Im gleichen Atemzug erhielten die Zimmer der  stellvertretenden Schulleiterin und des Schulleiters einen neuen Fußbodenbelag.


Inzwischen renovierten fleißige ABM-Kräfte den gesamten Kellerbereich und schufen auch zwei Räume, in denen künftig Garderoben­schränke für die Schüler stehen werden.


1996 wurde das Sekretariat renoviert und erhielt, im Jahr 1997 eine komplette Neuausstattung an Büromöbeln.


Als Geschenk der Stadtverwaltung zur 100 - Jahr – Feier der Schule ­wurde der Fußgängerbereich vor der Schule erneuert ( Äußere  Bautzener Straße/Pestalozzistraße ). Neu gepflanzte Bäume vervollständigen den nun wieder schönen Eingangsbereich.


Vieles ist in den letzten Jahren an der Schule gebaut und verschö­nert wurden. Aber an einer Schule, die mittlerweile 100 Jahre Bestand hat, wird sicherlich auch weiterhin viel zu tun sein.

Die Fenster werden immer mehr zu einer Gefahr und unsere Turnhalle ist ebenfalls sehr baufällig. Diesen beiden Zielen gilt nun unsere ganze Kraft.    


Im Frühjahr 2008 begann der Schulanbau der Pestalozzi Mittelschule Löbau.

Und wurde am 04.04.2009 offiziel abgeschlossen.

Weitere Informationen zum Schulanbau finden sie hier .


 

Inhaltliche Änderungen

Die Schuljahre 1990/91 gestalteten sich als Übergangsjahre. Da der gesetzliche Rahmen noch nicht genau festlag, konnte man auch manches probieren. So richteten wir für Schüler die zum Gymnasium wechseln wollten eine "Förderklasse" ein und probierten in der neuen 1.Klasse ebenfalls eine "Förderklasse" für zu erwartende lernschwierige Kinder. Mancher Kollege hatte seine Probleme mit der neuen Gegebenheiten.


Der Sächsische Landtag beschloss am 20 .Oktober 1991 das Schulgesetz für den Freistaat Sachsen.

Die POS - Polytechnische Oberschule - wurde mit dem Schuljahr  1992/93 von Grund- und Mittelschule abgelöst.

In der H.-Pestalozzi-Schule wurden eine Grundschule und eine Mittelschule eingerichtet.


Übergangslehrpläne, viele neue Lehrbücher, das Ansteigen der Lehrerstunden von 23 auf 27 und neue Unterrichtsfächer (Ethik, Gemeinschaftskunde, Religion) waren z. B. einige der genannten Neuerungen.


Englisch löste Russisch als 1. Fremdsprache ab. Und was ganz vergessen wurde in den stürmischen Tagen des Wendeherbstes  ­entfiel der Sonnabend als Unterrichtstag.


Viele neue Begriffe standen vor uns und wurden Schritt für Schritt mit Inhalt gefüllt:

-         Berufspraktikum für die 9. Klassen

-         Schülersprecher/Schülerrat

-         Elternsprecher /Elternrat

-         Schulkonferenz


Die Zensurenskala erweiterte sich ab 26.08.92 von Note 1 - 5 auf 1 -6.


Ab  Kl. 7 gibt es zwei Bildungsgänge:

-         Hauptschule bis Kl. 9

-         Realschule bis Kl. 10 


Ab Kl. 7 gibt es verschiedene Profile:

Sprachliches Profil

Hauswirtschaftliches Profil

Technisches Profil

Wirtschaftliches Profil


Auch in der Art und Weise des Unterrichtens lernen wir neue Wege kennen und versuchen sie zu probieren.

1991/92  1. Projektwoche  Sie hat allen so gefallen, dass sie in den kommenden Jahren wohl kaum fehlen wird.

Für die 5. und 6. Klasse ist in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch Förderunterricht möglich.

Arbeitsgemeinschaften werden, wenn es die Stundentafel erlaubt,  auch weiterhin angeboten.


Seit September 1995 arbeitet Frau Gabi Einert zusätzlich als Be­ratungslehrer an unserer Mittelschule.

Mittlerweile gibt es seit acht Jahren nun schon Partnerschaftsbeziehungen zur Anne-Frank-Realschule in Ettlingen, die eingebettet ist in die Städtepartnerschaft von Löbau und Ettlingen.  Viele schöne gemeinsame Erlebnisse, ob auf Kollegen- oder Schülerebene, verbinden uns seitdem. Neben dem gedanklichen und fachlichen Austausch spielt auch das menschliche  Kennenlernen zwischen 0st und West  eine große Rolle.

Wir sind stolz auf unsere Partner - allen voran - Herr Wolfgang  Lorch - als Rektor der Ettlinger Schule.

 


Es gibt unter anderem auch viele PROJEKTE an unsere Schule, indem Lehrer sowie die Schüler mit an dem Projekt dran teilnehmen.

Es gibt zum Beispiel das Projekt Schulhausgestaltung, das Weihnachtsprojekt,  das Projekt Floßbau und das Projekt Schüler & Zeitung mit der Sächsischen Zeitung und andere Projekte.


  • Keine Kommentare gefunden
   
© ALLROUNDER